Connecting Perceptions

Der Verein Connecting Perceptions will unterschiedliche Sichtweisen von Menschen in Konflikten weltweit zusammenbringen.

Zugänge und Perspektiven von Anders-Denkenden scheinen oft unverständlich. Deshalb sollen durch Kunst möglichst viele Perspektiven emotional verständlich und nachvollziehbar gemacht werden - besonders jene, die im Diskurs sonst überhört werden. Durch eine kritische Auseinandersetzung mit Biografien von Menschen und ihren Gefühlen zu Geschichte sollen dann künstlerische Projekte entstehen, die Brücken bauen zu Verständnis, Empathie und Mitgefühl.

Um zu verstehen, braucht man aber meistens auch Wissen. Vielen Disziplinen der Wissenschaft gelingt es nicht, ihr Wissen entsprechend an die Menschen zu bringen. Zu komplex sind Formulierungen, zu distanziert die Forscher*innen von ihren Leser*innen. Der Zweck der Politik wäre es, zwischen fachlicher Entscheidungskompetenz und Zivil-Bürger*innen zu vermitteln. Doch ihr fehlt es mittlerweile an der Glaubwürdigkeit. Aktuelle Staatstragende von Ländern wie Brasilien, der USA, Ungarn, Polen, Weißrussland und vielen mehr sind Paradebeispiele dafür. Die Kommunikation lautet: Es geht nicht um Inhalte, sondern nur um Show. Und schließlich hat die Kunst meist das Problem, tatsächlich nur die Show zu sein.

Genau das will der Verein Connecting Perceptions ändern, indem die fachliche Kompetenz durch Studien der Wissenschaften kombiniert werden soll mit künstlerischen Kommunikationsformen sowie politisch aufgeladenen Auseinandersetzungen.

Es soll eine Brücke geschaffen werden zwischen Wissenschaft, Politik und Kunst.

Wir wollen den Menschen ihre Stimmen zurückgeben, die ihnen in einem mittlerweile globalisiert-populistischen System genommen werden. Wir wollen auftreten gegen neoliberalen Kapitalismus, die imperiale Lebensweise, patriarchale Strukturen und eine nationalistische Geopolitik. Und wir wollen uns einsetzen für Grund- und Menschenrechte, Toleranz, Solidarität, Freiheit, Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit, Umweltbewusstsein, ökologisches, humanitäres und entwicklungspolitisches Handeln sowie die Verbreitung dieser Werte unter jungen Menschen. Aber wir wollen auch Menschen mitnehmen, die nicht diese Werte teilen.

Dabei stehen wir für eine neue Arbeitsweise. Wir beziehen alle Menschen, die an den jeweiligen Projekten beteiligt sind, in den Konzeptionsprozess mit ein und verabschieden uns von Hierarchien. Wir finden: Je mehr Perspektiven am inhaltlichen Diskurs teilhaben, desto stärker kann der Output werden. Darüber hinaus ist Transparenz ein zentraler Grundpfeiler. Wir legen all unsere Quellen aus inhaltlichen Recherchen offen und lassen so einen Diskurs darüber zu, wie wir zu unseren Konzepten gekommen sind. Wir halten uns dadurch außerdem offen, auf neue Quellen einzugehen, die uns Menschen außerhalb des Projektteams zukommen lassen, damit auch sie sich direkt einbringen können in unsere Arbeit. Wir wollen den Menschen zuhören, sodass für sie Partizipation an politischen Überlegungen endlich wieder Sinn macht.