Connecting Perceptions

Womit ich mich aktuell mit diesem Verein beschäftigen will ist die Frage nach einer konkreten Utopie des Zusammenlebens. Welche Verhältnisse zu sich selbst, zu anderen Menschen und zur Um-Welt sind möglich? Wie schaffen wir eine radikale Rekombination präexistierender Elemente (formuliert nach Bini Adamczak)? Wie erschaffen wir eine wirklich neue Welt, ohne sie durch uns selbst zu zerstören, weil wir noch die alten sind? Und wie verändern wir uns in einer Welt, die immer wieder dieselbe zu sein scheint?

Zu diesen Fragen will ich mit meinem Verein künstlerischen, wissenschaftlichen und politischen Austausch fördern. Es sollen Möglichkeitsräume entstehen, in denen sich verschiedene Sichtweisen und Auffassungen begegnen können. Und schließlich soll in Experimenten die praktische Umsetzung von Utopien probiert werden, die zuvor im Denken gemeinsam konstruiert wurden.

Der Verein begreift sich dabei als künstlerisch-politischer Verein. Unsere Projekte stehen klar gegen neoliberalen Kapitalismus, gegen die imperiale Lebensweise, gegen patriarchale Strukturen und eine nationalistische Geopolitik. Und sie wollen sich einsetzen für Grund- und Menschenrechte, Toleranz, Solidarität, Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit, Umweltbewusstsein und ein neues ökologisches, humanitäres und entwicklungspolitisches Handeln. Vor allem geht es in den Projekten aber um das Erforschen einer neuen Sensibilität im Umgang untereinander, um verschiedenste Beziehungsverhältnisse grundlegend neuzugestalten.